Letzte Erinnerungen an unser Ehrenmitglied Moidi Sturm

Es ist uns ein großes Bedürnis, in ehrenden Gedenken, Abschied von einem sehr kostbaren Juwel, von unserer geliebten Moidi, zu nehmen.

Man sieht die Sonne untergehn und dennoch erschrickt man, wenn es dunkel ist.

Ja, vor 50 Jahren bist Du mit Deinem Mann Franz zum Theaterverein Zell gekommen und von da an schenktest Du Deine Freizeit der Allgemeinheit im Dienste des Vereins. Wahrscheinlich war dies Vererbung, denn schon Dein Vater schätzte das Theater und die Passion. Deine freundliche und einfache Art Leute zu begeistern, war für uns alle sehr, sehr hilfreich.

Leider verstarb Dein Mann allzu früh, im Jahre 1975 und von da an begann für Dich ein neuer Lebensabschnitt, welchem Du mit Deinen Kindern Lisi und Hannes nun alleine meistern musstest. Bis vor kurzem lebtest Du in einer Einheit mit der Familie Deines Bruders in der Kaiserstadt. Immer warst Du für alle da und stelltest Dich selbst ganz bescheiden in den Hintergrund.

Trotz schwierigsten Verhältnissen ließ Dich die Gemeinschaft des Theatervereins nicht los, ja er wurde fast zur Heimstätte für Dich und DU die Mutter des Vereins.

Von 1977 bis 1999, also 22 Jahre hindruch, warst Du durchgehend im Vorstand des Vereins tätig. Für Deine aufopfernden und verdienstvollen Tätigkeiten wurde Dir im Jahre 1997 die Ehrenmitgliedschaft zuerkannt.
Noch im vergangenen August konnten wir Deinern 79. Geburtstag feiern und Dir zu Deiner 50-jährigen Mitgliedschaft gratulieren.

Deine Dienste wurden von Dir mit viel Liebe ausgeführt, sowie Du die Liebe mit einem herzhaften Lachen wiedergabst. Dies wird uns in Zukunft sehr fehlen, aber auch Deine einfachen Worte "Des pocksch Du schu" mit dem Du uns Kraft zusprachst und Dein Vertrauen übergabst.

Moidi wir vermissen Dich!

Möge der Herrgott Dir nun den ersehnten Frieden schenken!

Wir alle aber danken von ganzem Herzen, dass uns die große Ehre zu teil wurde, einen so ehrlichen und wertvollen Menschen gekannt zu haben.

Liebe Moidi, ruhe in Frieden!

Moidi +

Gedanken zum Werken und Wirken unserer Heimgegangenen Hildegard Mayr!

Der Tod bringt die Erkenntnis wie abhängig wir untereinander eigentlich sind.

 

Und gerade so stehen wir nun da, fassungslos, im Glauben Ihn verdrängen zu müssen, da er uns ja gerade nicht herein passt.

 

Und doch ist es Wirklichkeit, wir nehmen gerade Abschied, von einem Edelstein.

Einem Menschen, einer Mutter, die nicht nur Heger und Pfleger ihrer Familie war, sondern auch Ratgeber und Helfer im Freundeskreis und in der Gemeinschaft.

 

Nach dem Sieg über Ihre schwere Krankheit in jungen Mutterjahren, kehrte Sie mit viel Kraft und Elan in den täglichen Alltag zurück.

Vielen jungen Menschen war Sie Stütze und Helferin, ja sogar Leihmutter.

Ihre Entspannung fand Sie in der Gemeinschaft beim Zeller Kirchenchor, wo sie ihre Stimme dem Volke und dem Schöpfer schenkte.

Die Liebe und Leidenschaft zum Zeller Theaterverein entwickelte sich bei den Recherchen vergangener Stücke und Biographien zu den 90 Jahr Feierlichkeiten im Jahre 1997 wo Sie auch dem Verein bei trat. Ab 1999 bis heute bekleidete Sie ein Mandat im Vorstand.

Besondere Leidenschaft zum Inszenieren und Mitgestalten von Theaterstücken gehörte in den letzten 12 Jahren zu ihrem fixen Bestandteil im Jahresablauf.

Sie war die Verbindungsschiene und der gute Geist!

Sie war nicht die, die man trösten musste, nein, sie war Trostspender!

Dafür möchten wir Dir Dank aussprechen, dass wir Dich hatten und dass Du uns auch ein künftiger Wegweiser bleibst.

 

Pfiati  Hildegard !

 

Hildegard +