Danke

Der Theaterverein möchte nun nach Abschluss der Aufführungen des Freilichttheaters allen Mitwirkenden die zum Gelingen des  Theaterstücks "Die Hochzeiterin" beigetragen haben ein recht herzliches Danke aussprechen.

Danken möchte die Vereinsführung im Besonderen den freiwilligen Helfern und Sponsoren ohne deren Unterstützung solch große Veranstaltungen nicht möglich sind. 
Lob und Dank ist unserm Landerspielleiter Auer Reinhard auszusprechen, der die Geschichte der Hochzeiterin in ein ergreifendes Theaterstück niedergeschrieben hat und unserem Verein die freien Aufführungsrechte erteilte.

Einen abschließenden Dank  möchten wir jedoch all den Zuschauern entbieten, die unsere Aufführungen so zahlreich besuchten.

Liebe Theaterfreunde!

Die Hochzeiterin
Die Hochzeiterin - Freilicht-Theater beim Regionalmuseum Zell am Ziller

Der Theaterverein Zell am Ziller feiert heuer sein 100- jähriges Jubiläum und aus diesem Anlass möchte ich Sie alle zu unserem Freilichttheater beim Zillertaler Regionalmuseum einladen.

Gespielt wird das Stück „Die Hochzeiterin“ - Idee frei nach dem Roman von Fanny Wibmer-Pedit. Der Landesspielleiter Reinhard Auer hat daraus ein Stück geformt, in dem altes Brauchtum, Menschenschicksale und das bäuerliche Denken und Leben unserer Vorfahren verarbeitet sind.

Als Obmann ist es mir ein großes Bedürfnis, allen Mitwirkenden vor und hinter der Bühne ein herzliches Danke zu sagen.

Ich wünsche allen Besuchern und meinem gesamten Team schöne und unbeschwerte Stunden bei der Freilichtaufführung am Museumsgelände. Möge der Schutzpatron der Freiluftspiele während des Sommers seine huldvolle Wetterhand über uns halten. Peter Dolinseck, Obmann

Über das Stück

Lee (eigentlich Leonhard) ist das vierzehnte Kind einer Kleinhäuslerfamilie. Nach dem frühen Tod seiner Eltern wurde er als kleiner Bub zu Bauern in Pflege gegeben, wo er sehr hart aufwuchs. Außer der mageren Bergbauernkost hat ihm das Leben nichts geboten. Schon als junger Bursch waren die Berge sein zu Hause und das Wildern seine Leidenschaft.

Er kam als Knecht zum reichen „Peterer Bauern“ nach Bichl. Dort ist er fleißig und schaut gut auf den Hof. Das lustige Mundwerk von Lee gefällt dem jungen Peterer. Deshalb nimmt er ihn gern zu Tanzveranstaltungen mit. Er selbst ist eher wortkarg und verschlossen. Als er sich in die junge schöne Matzen Vevi verliebt, soll Lee ihm dabei „Steigbügelhalter“ sein. Das pfiffige Wesen des Knechtes gefällt auch der stolzen Matzentochter, und in einer schwachen Stunde ist das Fleisch stärker als der Wille.--- Vevi wird von Gewissensbissen geplagt. Sie schämt sich des „lausigen Knechtleins“ und entscheidet sich für den reichen Petererbauer.

Der Hochzeitstermin steht, und alle Vorbereitungen für eine rantige Bauernhochzeit sind im Gange. Das Trauungszeremoniell soll in der Wallfahrtskriche Maria Rast stattfinden. Doch dann nimmt das Unglück seinen Lauf ......

Fanny Wibmer-Pedit

Als Vorlage zum Bühnenstück „Die Hochzeiterin“ diente der gleichnamige Roman der bekannten Osttiroler Heimatschriftstellerin Fanny Wibmer-Pedit.

Fanny Wibmer-Pedit wurde 1890 in Innsbruck geboren. Ihre Mutter war die Tochter des damaligen Bürgermeisters von Matrei i. O. 22-jährig heiratete sie einen Polizeibeamten aus Osttirol und übersiedelte nach Wien. Sechs Kindern war sie eine fürsorgliche Mutter und Erzieherin und dennoch kam ihre heimliche Leidenschaft, das Schreiben voll zum Durchbruch. Ihre historischen Romane, Erzählungen und Legenden erreichten eine Auflage von 500.000 Stück. Darunter waren auch 40 Theaterstücke. Sie verstarb 78-jährig in Lienz.

Vom Roman zum Theaterstück

Im Roman „Die Hochzeiterin“ hat Fanny Wibmer-Pedit nicht nur das karge Leben der Menschen im Virgental, sondern auch deren Hoffnungen, Ängste, Sehnsüchte, Liebe und eine der Todsünden - den Stolz - in allen Facetten geschildert. Verbunden mit alten Hochzeitsbräuchen und bodenständiger Musik, habe ich versucht, aus dem ersten Teil des Romanes ein Theaterstück zu formen. Die weitere Geschichte des Buches ist aus bühnentechnischen Gründen schwierig, da sie über Generationen geht und schauspielerisch nicht glaubwürdig dargestellt werden könnte. Ich würde aber jedem empfehlen, den Roman zu lesen.

Auf diesem Weg möchte ich mich beim Theaterverein Zell am Ziller für den steinigen Weg, den so eine Freilicht-aufführung fordert, bedanken und für alle vorgesehenen Aufführungen viel Erfolg und gutes Wetter wünschen. Reinhard Auer, Landesspiellei